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al-Dschumhriyya at-Tnisiyya
Tunesische Republik
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| Amtssprache |
Arabisch |
| Hauptstadt |
Tunis |
| Staatsform |
Präsidialrepublik |
| Staatsoberhaupt |
Präsident Zine el-Abidine Ben Ali |
| Regierungschef |
Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi |
| Fläche |
163.610 km² |
| Einwohnerzahl |
10.276.158 (2007) |
| Bevölkerungsdichte |
61 Einwohner pro km² |
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2007)[1] |
35.010 Mio. US$ (76.) |
| Bruttoinlandsprodukt pro Aktienkurse Einwohner |
3.398 US$ (96.) |
| Human Development Index |
0,766 (91.) |
| Währung |
1 Tunesischer Dinar (TND) = 1.000 Millimes |
| Unabhängigkeit |
20. März 1956 (von Frankreich) |
| Nationalhymne |
Humat al-hima |
| Nationalfeiertag |
20. März |
| Zeitzone |
MEZ (UTC +1) |
| Kfz-Kennzeichen |
TN |
| Internet-TLD |
.tn |
| Telefonvorwahl |
+216 |
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Politische Karte von Tunesien |
Tunesien (amtlich: Tunesische Republik) ist ein Staat in Nordafrika, der im Norden und Osten an das Mittelmeer, im Westen an Algerien und im Süd-Osten an Libyen grenzt. Sein Name ist von dem Namen seiner Hauptstadt Tunis abgeleitet. Tunesien ist das östlichste der Maghreb-Länder. Die größte vorgelagerte Insel ist Djerba (514 km²). Die Fläche des Landes ist mit 163.610 km² ungefähr doppelt so groß wie die Österreichs, es wird von mehr als 10 Millionen Menschen bewohnt.
Das Aktienkurse Land wurde in seiner Geschichte von zahlreichen Völkern beeinflusst. Ursprünglich war es von den Berbern besiedelt. Um 800 v. Chr. gründeten die Phönizier erste Niederlassungen im tunesischen Küstenstreifen. Die Römer gliederten es in ihre Provinz Africa ein. Das Christentum herrschte in der Folge bis zur Arabisierung ab dem 7. Jahrhundert vor. Eine kulturelle Blütezeit erlebte die Region im 12. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert begann eine Herrschaft des Osmanischen Reiches, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts andauerte, als die Franzosen Tunesien ihr Protektorat aufzwangen. Seine Unabhängigkeit erlangte das Land 1956, seitdem ist es eine autoritär von einer Einheitspartei regierte Republik. Die politische DAX Korrelation Stabilität ermöglichte es Tunesien, sich zu einem der Aktien kaufen wirtschaftlich wohlhabendsten Länder Afrikas zu entwickeln. Heute sind Leichtindustrie, Tourismus und Landwirtschaft bedeutende Wirtschaftsfaktoren.
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Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
1.1 Gewässer
1.2 Klima
1.3 Flora und Fauna
2 Bevölkerung
2.1 Ethnische Herkunft
2.2 Sprache
2.3 Religion
2.4 Auslandstunesier
3 Geschichte
3.1 Vorgeschichte
3.2 Punisches und Römisches Aktien Analyse Karthago
3.3 Christianisierung
3.4 Islamisierung und Arabisierung
3.5 Osmanische Herrschaft
3.6 Französisches Protektorat, Unabhängigkeitskampf
3.7 Aktienkurse Tunesien nach seiner Unabhängigkeit
4 Politik
4.1 Exekutive
4.2 Judikative
4.3 Legislative
4.4 Parteienlandschaft
4.5 Aktien Prognose Menschenrechte
5 Militär
6 Verwaltungsgliederung
7 Wirtschaft
7.1 Landwirtschaft
7.2 Bodenschätze und Energie
7.3 Industrie
7.4 Tourismus
7.5 Außenwirtschaft
7.6 Staatshaushalt
8 Infrastruktur
8.1 Verkehr
8.2 Telekommunikation
9 Kultur
9.1 Architekturgeschichte
9.2 Literatur
9.3 Musik
9.4 Gastronomie
9.5 Kunsthandwerk
9.6 Feiertage
9.7 Sport
9.8 Medien
10 Gesundheitswesen
11 Weblinks
12 Einzelnachweise
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Geographie
Hochland bei Metlaoui in Zentraltunesien
Tunesien ist das nördlichste Land Afrikas und nur 140 Kilometer von Sizilien entfernt. Es erstreckt sich zwischen dem Mittelmeer und der Aktienkurse Sahara, zwischen 37° 20 und 30° 10 nördlicher Breite sowie zwischen 7° 30 und 12° östlicher Länge. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung zwischen Cap Blanc und der Grenzstation Bordj el Khadra beträgt rund 780 km, die größte Ost-West-Ausdehnung zwischen der Insel Djerba und Nefta etwa 380 km. Die Mittelmeerküste hat eine ungefähre Länge von 1300 Kilometern.
Der Nordwesten Tunesiens wird vom Tell-Atlas bestimmt. Parallel zur Nordküste verlaufen von der Aktien Analyse algerischen Grenze bis zur Bucht von Bizerta die Gebirgszüge der Kroumirie (700800 m Höhe). Daran schließt sich nordöstlich das Mogod-Bergland (300400 m Höhe) an, das zum Beispiel am Cap Blanc in einer meist steilen Felsküste ins Mittelmeer abfällt. Auf der dem Wind abgewandten Seite des Gebirges schließt sich das Talbecken des ganzjährig wasserführenden Medjerda an, dessen Unterlauf zur wichtigsten Agrarzone des Landes gehört.
Der Chott el Djerid, eine bedeutende Sabcha
Die Bergrücken der Dorsale verlaufen von Nordost (am Westrand von Cap Bon beginnend) nach Südwest mit dem höchsten Berg Tunesiens (Djebel Chambi, 1544 m) mit einer Länge von 220 Kilometern. Die nordöstliche Verlängerung dieser Gebirgszüge bildet die Halbinsel Cap Bon mit fruchtbaren Ebenen und einigen Erhebungen (Djebel Beno Oulid, 637 m und Djebel Korbous, 419 m), die jedoch als eigenständige Landschaftsregion aufgefasst wird.
Östlich der Dorsale, entlang der DAX Korrelation Mittelmeerküste zwischen Hammamet und Skhira, Sousse und Sfax, liegt der Sahel (arabisch für Küste) Aktien kaufen genannte Küstenstreifen, der durch Regen bringende Ostwinde sehr fruchtbar ist und Aktien Prognose unter anderem große Olivenbaumkulturen ermöglicht.
Südlich der Dorsale schließt sich die Region des Zentraltunesischen Steppenlandes an, die an ihrem Südrand mit dem Nördlichen Gebirgssaum einen Übergang zur Schottsenke (Chott el Djerid und Chott el Gharsa) bildet. Die von Salzseen und Oasen geprägte Landschaft geht weiter südlich am Östlichen Großen Erg in die Wüstenlandschaft der Sahara über. In südöstlicher Richtung folgt das Aktienkurse bis zu 600 m hohe Kalksteinplateau Dahar, das mit einem Schichtstufenland an die Wüstensteppe der Djeffara-Ebene anschließt. Diese Landschaft erstreckt sich weiter über die Landesgrenze nach Libyen.
Entlang des Mittelmeeres, um den Golf von Gabès liegt die Litoralzone, die durch sandige Flachküsten, Lagunen und vorgelagerte Inseln (beispielsweise Djerba) gekennzeichnet ist.
Gewässer
Der Medjerda
Die Gewässer Tunesiens befinden sich fast alle im Norden des Landes. Der wichtigste Fluss ist der Medjerda, er bekommt die meisten Niederschläge (400 mm pro Jahr) und führt 82 % der Wasservorkommen.[2] Daneben gibt es noch einige kleinere Wadis, also Flüsse, die nicht ganzjährig Wasser führen. Wichtigste Seen, Lagunen und Sabcha sind der See von Bizerta, der Ichkeul-See, der See von Tunis, die Lagune von Ghar El Melh, die Sabcha Ariana und die Sabcha Sejoumi.
Die Landesmitte und der Süden Tunesiens sind durch Aridität und Abflusslosigkeit gekennzeichnet. Die Gewässer wie die Sabcha Sidi El Héni haben nur 12 % bzw. 6 % der Wasserressourcen. Allerdings existieren dort große Grundwasservorkommen, was die Fläche an Oasen in den letzten dreißig Jahren von 15.000 auf 30.000 Hektar zu vergrößern erlaubt hat.[2]
Bereits während der Kolonialzeit wurde mit dem Bau von Aktien Analyse Stauseen begonnen, damals vor allem, um Tunis mit Trinkwasser zu versorgen. Nach der Unabhängigkeit wurden die Projekte weitergeführt, damals mit dem Ziel der Bewässerung. Seit den 1980er Jahren ist die Verstädterung für den starken Anstieg des Wasserbedarfs verantwortlich. Mittlerweile gibt es in Tunesien 21 große Staudämme, zahlreiche kleinere Stauanlagen, sowie 98 Kläranlagen.[2] 80 % des Wasserverbrauchs entfiel im Jahr 2000 auf die Landwirtschaft.[2] Ab DAX Korrelation dem Jahr 2030 wird mit ernsthaftem Ressourcendefizit an Süßwasser gerechnet.
Klima
Satellitenbild von Tunesien. Gut zu erkennen sind die vegetationsreichere Zone im Norden, die Steppe mit den Salzebenen der Schotts in der Mitte und die vegetationslose Sahara im Aktienkurse Süden des Landes.
In Tunesien stoßen mediterranes und arides Klima aufeinander. Die Niederschläge nehmen von Nord nach Süd ab und von Ost nach West leicht zu. Es lassen sich unterscheiden der winterfeucht-sommertrockene Norden, die vom wechselhaften Klima bestimmte zentraltunesische Steppenregion mit heißen Sommern, kalten Wintern und abnehmenden Niederschlägen, die vom Meer beeinflusste Mittelmeerküste mit ausgeglichenerem Klima und das Wüstenklima südlich der Schotts.
Mit zunehmender Entfernung vom Mittelmeer weicht sein ausgleichender Einfluss einem kontinentalen Klima. Die Mitteltemperaturen liegen im Januar bei 10 °C, im August bei 26 °C (Tunis). Südlich des Atlas herrscht ganzjährig trockenheißes Wüstenrandklima mit sehr unregelmäßigen Niederschlägen. Aktien Prognose Die Temperaturen erreichen Maximalwerte bis 45 °C, wobei es zu 10 °C Temperaturdifferenz im Schatten kommen kann (normalerweise nur 5 °C). Die extremsten Unterschiede werden in der Sahara mit sommerlichen Temperaturen von 50 °C und Bodenfrösten im Winter erreicht. Unerträgliche Hitze kann der in Tunesien Chehili genannte Saharawind Schirokko bringen.
Niederschläge fallen fast nur in den Wintermonaten und werden meistens von Tiefausläufern des weiter nördlich gelegenen Westwinddrifts herangeführt. Im Sommer liegt das gesamte Land im Bereich der subtropischen Hochdruckzone, welche die Tiefdruckgebiete der Westwinddrift um das Mittelmeer herumleitet. Jedoch kann es in Ausnahmefällen auch im Sommer zu heftigen Regenfällen kommen, die vorher ausgetrocknete Wadis in reißende Ströme verwandeln. Während im Norden die jährliche Niederschlagsmenge bei 500-1.000 mm an der Nordküste und 1.500 mm im Gebirge liegt und damit für einen erfolgreichen Regenfeldbau ausreicht, ist im Süden die Verdunstung stärker als die unregelmäßige Niederschlagsmenge von allenfalls 200 mm pro Jahr.
Flora und Fauna
An der Nordküste und im Atlasgebirge wächst mediterraner Laub- und Buschwald (Macchie) mit Steineichen, Korkeichen Aktienkurse und Aleppo-Kiefern, wo neben Kleinwild auch Wildschweine Nahrung finden. DAX Korrelation Aktien Analyse Zwischen 1990 und 2000 hat der Waldbestand um 0,2 % zugenommen. In den sich anschließenden südlichen Steppen leben Gazellen. Aktien kaufen In den Wüstengebieten kommen vor allem Heuschrecken, Skorpione, Schlangen und Bussarde vor.
Bevölkerung
| Daten zur tunesischen Bevölkerung 2004 |
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| Gesamtbevölkerung |
10.276.158 |
| Bevölkerungsdichte |
62,2 EW/km² |
| Bevölkerungswachstum |
0,989% |
Median-Alter (Gesamtbevölkerung)
- Männer
- Frauen |
28,3 Jahre
27,7 Jahre
28,8 Jahre |
Altersstruktur
- 0-14 Jahre
- 15-64 Jahre
- ab 65 Jahre |
24 %
69,2 %
6,9 % |
Anteil der Männer an der Gesamtbevölkerung
- Bei der Geburt
- Unter 15 Jahren
- 15-64 Jahre
- ab 65 Jahre |
1,015 Männer/Frau
1,07 Männer/Frau
1,066 Männer/Frau
1,009 Männer/Frau
0,9 Männer/Frau |
| Anteil der Stadtbevölkerung |
65,3 % |
| Quellen: CIA World Factbook[3] und UNO[4] |
Tunesien hat im Jahr 2005 die Schwelle von 10 Millionen Einwohnern überschritten. Dies bedeutet eine Verdreifachung der Bevölkerung seit 1956, und eine Verdoppelung seit Beginn der 1970er Jahre. Seit dem Beginn der 1990er Jahre hat sich das Bevölkerungswachstum jedoch verlangsamt. Tunesien hat DAX Korrelation heute die niedrigste Geburtenrate der ganzen arabischen Welt und ein Bevölkerungswachstum von etwa 1%.[5]
Ethnische Herkunft
Die große Mehrheit der Tunesier (98 %) identifiziert sich kulturell mit den Arabern, wenngleich Studien belegen, dass sie aus ethnischer Sicht den Berbern und auch den Iberern näher stehen, während der genetische Anteil der Araber, die die Region im 7. und 8. Jahrhundert besiedelten, geringer ausfällt.[6] Unter den Zivilisationen, die das Gebiet des Aktien Analyse heutigen Tunesiens besiedelt haben und die zu jeweils unterschiedlichen Graden assimiliert wurden, sind die Phönizier,[7], die Römer, die aus Germanien kommenden Vandalen, die Ottomanen und zuletzt die Franzosen. Dazu kamen zahlreiche Mauren und Juden aus dem Andalusien des 15. Jahrhunderts.
Die ersten Ostaraber kamen im 7. Jahrhundert mit der moslemischen Eroberung des Maghreb. Sie islamisierten den Großteil der Ifriqiya. In dieser Epoche entstanden neue Städte wie Kairouan und Mahdia. Ab dem 11. Jahrhundert kamen die aus Ägypten vertriebenen Banu Hilal im heutigen Tunesien an und besiegelten die sprachliche und kulturelle Arabisierung des Landes.[8] Die berberische Sprache und Kultur ist nur in einigen geographisch isolierten Gebieten[9] in den Bergen nahe Matmata, Tataouine, Gafsa oder Sbeïtla erhalten geblieben. Anders als in Marokko oder Algerien, wo die Berber eine ethnische Minderheit darstellen, ist ihre Zahl in Tunesien verschwindend gering.[3]
Sprache
Tunesien ist unter den Maghreb-Staaten das aus linguistischer Sicht homogenste Land,[10] weil fast die gesamte Bevölkerung Tunesisch-Arabisch Aktienkurse spricht und auch das Schriftarabisch, die offizielle Amtssprache des Landes, beherrscht. Für das Tunesisch-Arabisch, das eigentlich eine Mischung mehrerer Dialekte ist,[11] gibt es keine offizielle Regulierung.[12] Es wird vor allem als Alltagssprache verwendet. Nur im Süden des Landes und auf der Insel Djerba werden noch vereinzelt berberische Dialekte benutzt.
Während der Zeit des französischen Protektorats in Tunesien wurde die französische Sprache eingeführt, speziell in den Bildungseinrichtungen. Nach der Unabhängigkeit wurde zwar die arabische Sprache den Institutionen aufgezwungen, speziell Verwaltung, Justiz und Bildungswesen blieben jedoch lange Zeit zweisprachig.[13] Tunesien ist den europäischen Sprachen auf Grund seiner geographischen Lage und durch die Medien und Tourismus DAX Korrelation stark ausgesetzt, was Kenntnis dieser Sprachen bei den Tunesiern fördert.[14]
In den 1990er Jahren wurde das Französische aus dem öffentlichen Leben in Tunesien wieder Aktien kaufen zurückgedrängt, um einerseits den Zugang zu höherer Bildung zu vereinfachen und um das arabisch-islamische Flair im öffentlichen Raum zu beleben.[13] Seit Oktober 1999 wird von allen Geschäftstreibenden verlangt, in ihren Aktien Prognose Werbeaufschriften mindestens doppelt so viel Platz für arabische wie für lateinische Zeichen zu verwenden.[13] Die Verwaltung wurde dazu angehalten, alle Kommunikation auf Arabisch umzustellen, obwohl dies bisher nur im Verteidigungs- und Justizministerium sowie im Parlament gelungen ist.[10] Französisch wird somit lediglich zu einem Symbol des höheren Bürgertums.[13]
Religion
Das Minarett der Ez-Zitouna-Moschee
Hand der Fatima
Der Islam ist in Tunesien Staatsreligion[15]; 98% der Bevölkerung bekennen sich zu diesem Glauben. 85% der Aktien Analyse tunesischen Muslime gehören dem malikitischen Madhhab der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam an. Der Rest sind Hanafiten[16] und Ibaditen. Christen und Juden sind kleine Minderheiten, aber das Land ist gegenüber religiösen Minderheiten vergleichsweise tolerant.
Im Volksglauben der Aktienkurse Tunesier finden sich noch heidnische Überbleibsel wie etwa der Glaube an den Bösen Blick. Das ganze Land ist von Qubbas übersät. Diese kleinen, meist weißen Kuppelbauten sind Pilgerorte, häufig Grabstätten von islamischen Heiligen (Marabouts), von denen geglaubt wird, dass sie Botschafter zwischen Mensch und Gott sind. Im Volksislam werden Marabouts um Hilfe gebeten, auch wenn dies vom offiziellen Sunnitentum als Abgötterei (Schirk) bezeichnet wird.
Das Judentum war in Tunesien einst sehr bedeutend, heute gibt es nur noch rund 1500 Juden.[15] Auf der Insel Djerba steht seit wahrscheinlich über 1000 Jahren die Al-Ghriba-Synagoge (Die Erstaunliche), eine der ältesten Synagogen der Welt. Jedes Jahr findet dort die größte jüdische Wallfahrt Nordafrikas statt, zu der Gläubige aus der ganzen Welt erwartet werden. Auf Djerba leben auch noch einige muslimische Kharidjiten.
Die Verfassung Tunesiens sieht die freie Ausübung des Glaubens vor, so lange diese nicht die öffentliche Ordnung stört.[15] Dieses Grundrecht wird von der tunesischen Regierung in der Regel respektiert. Religiöse politische Parteien sind jedoch nicht zugelassen, DAX Korrelation Proselytismus und Polygamie sind verboten.[17] Das Tragen des Hidschab ist eingeschränkt und in der Verwaltung und öffentlichen Schulen nicht gestattet.[15] Islamische Feiertage (wie etwa das Islamische Opferfest, das Fest des Fastenbrechens oder Mawlid an-Nabi) sind in Tunesien gesetzliche Feiertage.
Auslandstunesier
Für das Jahr 2007 wurde die Zahl der im Ausland lebenden Tunesier auf eine Million Personen geschätzt. Davon entfallen 84 % auf Europa, 600.000 allein auf Frankreich, 143.000 auf Italien (etwa 10 % der Bevölkerung in Sizilien sind tunesischer Abstammung) und 80.000 auf Deutschland. In Nordamerika leben 26.000 (2,6 %) und in den arabischen Staaten insgesamt 140.000 Tunesier, davon 80 % in Maghrebländern (überwiegend in den Nachbarstaaten Libyen und Algerien, wo sie sich als Nachbarn kulturell schnell integrieren können) und etwa 24.655 Aktienkurse hochqualifizierte Arbeitskräfte in den Golfstaaten.[18] Die Tunesier in den europäischen Ländern besitzen in der Regel die doppelte Staatsbürgerschaft. Die meisten waren entweder im 19. Jahrhundert während des französischen Protektorats nach Europa ausgewandert oder kamen in den 1950er und 1960er Jahren als Gastarbeiter. Diese Auswanderer haben eine große Bedeutung für die Aktien Prognose tunesische Wirtschaft: Sie überweisen einerseits hohe Summen, um die daheim gebliebenen Angehörigen zu unterstützen, andererseits investieren Heimkehrer aus dem Ausland Aktien Analyse viel in heimische Wirtschaftsbetriebe.
Geschichte
Vorgeschichte
Umzeichnung der Bestattung eines männlichen Angehörigen der Capsien-Kultur
Erste Spuren von nomadisch lebenden Jägern und Sammlern aus der Altsteinzeit wurden in der 20 Kilometer östlich von Gafsa gelegenen Oase El Guettar gefunden.[19]
Auf das Ibéromaurusien, eine an der nordafrikanischen Küste verbreitete Kultur, folgte das Capsien. Von dieser Kultur wurden 15000 Jahre alte Skelette und Werkzeuge gefunden, die darauf hinweisen, dass die Capsien-Menschen neben Steinwerkzeugen auch Nadeln aus Knochen zum Nähen von Kleidung aus Tierhäuten herstellten.
Während der Jungsteinzeit formte sich die Sahara mit ihrem heutigen Klima. Diese Epoche ist gekennzeichnet von der Einwanderung der Berber. Es entstanden erste Kontakte mit den Phöniziern in Tyros, die gegen Ende der Jungsteinzeit begannen, das heutige Tunesien zu besiedeln und später das Karthagische Reich gründeten.
DAX Korrelation Punisches und Römisches Karthago
Punische Stele in Karthago
Das heutige Tunesien erlebte zu Beginn der geschichtlichen Aufzeichnungen die Gründung von Handelsniederlassungen durch Siedler aus dem östlichen Aktien kaufen Mittelmeer. Gemäß der Legende war die erste dieser Niederlassungen Utica im Jahre 1101 v. Chr. Im Jahr 814 v. Chr. gründeten aus Tyros kommende phönizische Siedler die Stadt Karthago. Nach der Legende war es die Königin Élyssa, die Schwester des Königs von Tyr, Pygmalion, welche die Stadt gründete.
Karthago wurde innerhalb Aktienkurse von 150 Jahren zur größten Macht des westlichen Mittelmeeres. Die Einflussnahme geschah teils durch Kolonisierung, größtenteils jedoch durch Handelsniederlassungen und Verträge. Diese Macht und das hohe landwirtschaftliche Potential des karthagischen Mutterlandes führten dazu, dass das Interesse des jungen, erstarkenden römischen Reiches geweckt wurde und es kam zur Konfrontation, die in den drei Punischen Kriegen gipfelte. Karthago konnte mit seinen unter anderen von Hannibal geführten Truppen während des Zweiten Punischen Krieges (218201 v. Chr.) das Römische Reich mehrmals an den Rand einer Niederlage bringen. Am Ende des Dritten Punischen Krieges (149-146 v. Chr.) wurde die Stadt Karthago drei Jahre belagert und letzten Endes zerstört. Das Gebiet des heutigen Tunesien wurde Teil der römischen Provinz Africa mit Hauptstadt Utica. Im Jahr 14 wurde Karthago Hauptstadt von Africa, und im Jahr 44 beschloss Caesar, eine Colonia in Karthago zu gründen, was jedoch von Augustus erst mehrere Jahrzehnte später verwirklicht wurde.
Africa wurde, neben Ägypten, zu einem der bedeutendsten Lieferanten landwirtschaftlicher Produkte Roms, vor allem lieferte Africa Getreide und Olivenöl. Es entstand ein dichtes Netz an römischen Siedlungen, deren Ruinen bis heute noch zu sehen sind, etwa Dougga (römisch Thugga), Sbeïtla (Sufetula), Bulla Regia, El Djem (Thysdrus) oder Thuburbo Majus. Aktien Analyse Africa war, zusammen mit Numidien, für sechs Jahrhunderte lang eine sehr wohlhabende Provinz, wo etwa die Mosaikkunst blühte. Dank seiner Rolle als Knotenpunkt der Antike siedelten sich in der Folge auch Juden Aktien Prognose und die ersten Christen im heutigen Tunesien an.
Christianisierung
Das Christentum breitete sich schnell aus, vor allem durch die Ankunft von Siedlern, Händlern und Soldaten. Die heidnische Bevölkerung widersetzte sich zunächst dem neuen DAX Korrelation Kult; später wurde die Christianisierung auch mit Gewalt durchgesetzt. Ab 400 durchdrang das Christentum durch die Aktivitäten von Augustinus von Hippo und seiner Bischöfe sämtliche Aktienkurse Gesellschaftsschichten, indem sie die städtische Aristokratie und die Landbesitzer auf ihre Seite brachten. Krisen wie etwa das donatistische Kirchenschisma, das mit dem Konzil von Karthago abgewendet wurde, überwand das Christentum dank der guten wirtschaftlichen und sozialen Lage schnell. Davon zeugen Ruinen von Bauwerken wie die Basilika von Karthago oder die zahlreichen Kirchen, die auf heidnischen Tempeln (wie etwa in Sbeïtla) erbaut wurden.
Am 19. Oktober 439 eroberten die Vandalen und Alanen Karthago und errichteten ein Königreich, das ein Jahrhundert dauerte. Die Vandalen gehörten dem Arianismus an, einer Glaubensrichtung, die auf dem Ersten Konzil von Nicäa zur Häresie erklärt worden war. Sie forderten von der zumeist katholischen Bevölkerung die Treue zu ihrem Glauben und antworteten auf deren Weigerung mit Gewalt. Besitztümer der katholischen Kirche wurden beschlagnahmt. Die Kultur der ansässigen Bevölkerung blieb aber unangetastet und auch das Christentum florierte, soweit es die neuen Herrscher tolerierten. Das Vandalenreich ging nach der verlorenen Schlacht bei Tricamarum unter, bei der die Vandalen unter König Gelimer gegen die oströmischen Truppen von Belisar unterlagen. Kaiser Justinian I. machte aus Karthago eine Diözese und 590 das Exarchat von Karthago, das gegenüber der kaiserlichen Zentralmacht hohe zivile und militärische Autonomie besaß. Heiden, Juden und Häretiker wurden von der byzantinischen Zentralgewalt, die das Christentum zur Staatsreligion erheben wollte, verfolgt.
Islamisierung und Arabisierung
Ribat von Monastir
Die ersten arabischen Vorstöße auf das heutige Tunesien begannen im Jahre 647. 661 wurde in einer zweiten Offensive Bizerta erobert; die Entscheidung fiel nach der dritten, 670 von Uqba ibn Nafi angeführten Offensive und der Gründung von Kairouan, die später Ausgangspunkt für die arabischen Expeditionen auf den nördlichen und westlichen Maghreb wurden. Der Tod von Uqba ibn Nafi 693 führte nur zu einem vorübergehenden Stillstand der arabischen Aktienkurse Eroberung; 695 nahm der Ghassaniden-General Hassan Ibn Numan Karthago ein. Die Byzantiner, deren Seestreitkräfte den Arabern überlegen waren, griffen 696 Karthago an und nahmen DAX Korrelation es Aktien Analyse ein, während 697 die Berber unter al-Kahina die Araber in einer Schlacht besiegten. 698 jedoch eroberten die Araber Karthago erneut und besiegten auch al-Kahina.
Anders als vorherige Eroberer gaben sich die Araber nicht damit zufrieden, nur Aktien kaufen die Küstengebiete zu okkupieren, sondern machten sich auch an die Eroberung des Landesinneren. Nach einigem Widerstand konvertierten die meisten Berber zum Islam, vor allem durch die Aufnahme in die Streitkräfte der Araber. In den neugebauten Ribats wurden religiöse Schulen eingerichtet. Gleichzeitig jedoch schlossen sich zahlreiche Berber der Glaubensrichtung der Aktien Prognose Charidschiten an, die die Gleichheit aller Muslime unabhängig von ihrer Rassen- od |